Wohnraum nicht um jeden Preis!
Sternhäuser: Stadt und WGL müssen sich erklären!
Die geplante Neubebauung der Sternhäuser in Rheindorf-Nord wirft weiterhin gravierende Fragen auf, die von Stadtverwaltung und WGL bislang nicht zufriedenstellend beantwortet wurden. Bereits auf der Bürger:innenversammlung am 10.02.2026 wurde deutlich, wie groß die Verunsicherung unter den Anwohner:innen ist. Trotzdem bleiben Transparenz und klare Zusagen bis heute aus.
Nach derzeitigem Stand wird durch das Projekt kein zusätzlicher bezahlbarer Wohnraum geschaffen. Stattdessen wird bestehender Wohnraum lediglich ersetzt, während gleichzeitig frei finanzierte Wohnungen voraussichtlich im höherpreisigen Segment entstehen. Für viele Menschen in Rheindorf bedeutet das konkret: steigende Mieten, Verdrängung und der Verlust ihres bisherigen Wohnumfelds.
Die WGL ist als städtische Wohnungsbaugesellschaft nicht dem Profit, sondern der öffentlichen Daseinsvorsorge verpflichtet. Wenn jedoch der Eindruck entsteht, dass wirtschaftliche Interessen über den sozialen Auftrag gestellt werden, ist dies politisch nicht hinnehmbar und bedarf einer klaren Aufklärung.
Besonders kritisch sehen wir, dass zentrale Informationen weiterhin fehlen oder nur unzureichend veröffentlicht werden. Weder zu den zukünftigen Mietpreisen noch zu verbindlichen Rückkehrrechten der heutigen Bewohner liegen klare und rechtssichere Zusagen vor. Auch zu städtebaulichen und ökologischen Auswirkungen bestehen weiterhin erhebliche Unklarheiten.
Die Linke hat deshalb eine Anfrage an den Oberbürgermeister gerichtet und formell Einspruch gegen den Bebauungsplan eingelegt. Wir erwarten, dass Stadt und WGL ihrer Verantwortung endlich gerecht werden und für vollständige Transparenz sorgen.
Sollten bezahlbarer Wohnraum und die Interessen der jetzigen Bewohner:innen weiterhin hinter wirtschaftlichen Erwägungen zurückgestellt werden, wird sich der politische und öffentliche Widerstand gegen dieses Projekt weiter verstärken.
Wohnen ist ein Grundrecht und keine Einnahmequelle für die leere Stadtkasse.
Unsere Einwendung zum Thema steht hier zur Verfügung:
