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Abkühlung für Alle!

Fraktion Die Linke Leverkusen

Wir arbeiten an einem Antrag für das Freibad Wiembachtal!

Die aktuellen Diskussionen rund um das Baden im Rhein zeigen erneut, wie wichtig sichere Möglichkeiten zur Abkühlung gerade an heißen Sommertagen sind. Für uns ist dabei klar: Hitzeschutz und der Zugang zu öffentlichen Freizeitangeboten dürfen weder vom Einkommen noch von der digitalen Ausstattung eines Menschen abhängen.

Im Freibad Wiembachtal können Tageskarten derzeit nur online erworben werden. Wer kein Smartphone besitzt, kein Onlinebanking nutzt oder nicht über PayPal, Apple Pay oder vergleichbare Zahlungsmöglichkeiten verfügt, kann nicht einfach spontan ins Freibad gehen und den Eintritt vor Ort bezahlen. Aus Sicht der Linken ist das eine unnötige digitale Barriere. Gerade ältere Menschen, Jugendliche und Menschen mit geringem Einkommen dürfen dadurch nicht vom Besuch eines kommunalen Freibads ausgeschlossen werden. Nicht jeder Jugendliche verfügt über ein eigenes Onlinekonto oder digitale Zahlungsmittel. Nicht jeder ältere Mensch möchte oder kann sämtliche Zahlungen über das Smartphone abwickeln. Und für Menschen mit wenig Geld kann es durchaus einen Unterschied machen, ob noch einige Euro Bargeld vorhanden sind oder ob eine digitale Zahlung möglich ist. Besonders Menschen mit niedrigem Einkommen leben häufiger in Wohnungen, die sich im Sommer stark aufheizen. Nicht jeder hat einen Garten, einen Balkon, einen eigenen Pool oder die Möglichkeit, der Hitze auf andere Weise auszuweichen. Ein öffentliches Freibad ist deshalb mehr als ein Freizeitangebot – es kann an heißen Tagen auch ein wichtiger Ort zur Abkühlung und Erholung sein.

„Wer Menschen aus guten Gründen verbietet, im Rhein zu baden, muss gleichzeitig dafür sorgen, dass sichere Alternativen möglichst niedrigschwellig erreichbar sind. Es kann nicht sein, dass jemand an einem heißen Tag vor dem Freibad steht und nicht hineinkommt, nur weil kein PayPal-Konto oder Onlinebanking vorhanden ist“. 

Dabei geht es uns ausdrücklich nicht darum, den Onlineverkauf abzuschaffen. Wer sein Ticket vorab digital buchen möchte, soll diese Möglichkeit weiterhin nutzen können. Zusätzlich soll aber wieder eine unkomplizierte Möglichkeit geschaffen werden, Tageskarten direkt vor Ort zu erwerben – möglichst auch gegen Bargeld.

Wir arbeiten derzeit an einem entsprechenden Antrag für den Rat der Stadt Leverkusen. Ziel ist es, spätestens zur Freibadsaison 2027 wieder einen Zugang zu ermöglichen, der niemanden aufgrund fehlender digitaler Zahlungsmöglichkeiten ausschließt. Denkbar ist beispielsweise ein festes Kontingent an Tageskarten, das für den Verkauf vor Ort zurückgehalten und mit dem bestehenden Online-Ticketsystem verknüpft wird.

„Ein kommunales Freibad muss für alle da sein. Digitalisierung kann vieles einfacher machen, sie darf aber nicht zur Zugangsvoraussetzung für öffentliche Angebote werden. Soziale Teilhabe, digitale Barrierefreiheit und Hitzeschutz gehören für uns zusammen.“

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Hinweis: dieser Text wurde auch als Pressemitteilung versendet.

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